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Ein menschliches Drama mit politischem Hintergrund aus jüngster Deutscher Geschichte: Bewegend und brisant. Nicht kuschelige DDR-Wärme, sondern harte DDR-Realität steht im Mittelpunkt dieses Dramas um Macht und Ohnmacht des Individuums im totalitären Staat. 1984, fünf Jahre vor seinem Ende, steht vor allem die Künstlerszene und ihr lebenslustiges Völkchen in Ost-Berlin unter Beobachtung der Stasi. Ein ganz scharfer Hund ist Stasi-Hauptmann Gerd Wiesler, der bei Verhören kein Druckmittel auslässt und sogar an der Stasi-Hochschule als unmenschlich verschrien ist. Als er auf den Theater-Regisseur Georg Dreyman angesetzt wird, dessen schöne Lebensgefährtin und Schauspielerin beim Kulturminister Hormonalarm auslöst, scheint das einer dieser üblichen Jobs zu sein - Wohnung verwanzen, Nachbarn einschüchtern, observieren, einen dunklen Punkt finden. Doch das übliche Spiel entgleitet dem sonst so gefühlsmäßig imprägnierten unscheinbaren Mann. Die fremde Welt der Kunst und Literatur, freies Denken und Reden, Liebe und Leidenschaft fasziniert ihn, immer mehr dringt er in \"Das Leben der Anderen\" ein, schreibt nach Lustschreien akribisch ins Protokoll \"vermutlich Geschlechtsverkehr\". Irgendwann macht der sonst so trockene Technokrat nicht mehr mit, schützt die ahnungslosen Opfer, die er zu \"Staatsfeinden\" stempeln sollte - lässt sogar Beweisstücke wie eine Schreibmaschine, auf der Dreyman einen Artikel über die Selbstmordrate in der DDR für den SPIEGEL geschrieben hat, verschwinden. Florian Henckel von Donnersmarcks sauber recherchierter Blick in Grenzbereiche der Seele verzichtet auf sacharinsüße Ostalgie mit falschen Tönen, trifft immer den richtigen Ton. Er entlarvt die Mechanismen eines monströsen Überwachungssystems mit der Zerstörung jeglicher Individualität, demaskiert die Verantwortlichen, die im Dunstkreis von Ideologie ihre persönlichen Ziele verfolgen, zeichnet Brüche in den Biografien, seismografische Erschütterungen im Räderwerk der Macht. Der Film wirft Fragen auf, die weit über die sozialistische Ideologie hinausgehen, übertragbar sind auf jede Form des Fundamentalismus, sei es in Religion oder Politik. Ausstattung, Visualität, Stilisierung, Ensemble - besser geht\'s nicht. Mir Martina Gedeck als psychisch zerbrechliches Objekt der Begierde, Sebastian Koch als visionärer Theatermann, Ulrich Tukur als widerlicher Karrierist. Wenn \"Observateur\" Ulrich Mühe, eingezwängt im engen Wams, ohne große Gesten oder Worte seinem Selbstzweifel Ausdruck verleiht und sukzessive seine eiskalte Präzision verliert, ist das größte und subtile Schauspielkunst. Quelle: Blickpunkt:Film |
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1 Die unsichtbare Front - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 2:43 2 HGW XX/7 - Gabriel Yared and Stéphane Moucha5:34 3 Gral - Ludwig Petrowsky 2:37 4 E.W. als Gruß - Ludwig Petrowsky 2:33 5 Linienstraße - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 2:51 6 Der Verrat - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 2:05 7 Champus-Lied - Angelika Mann 3:29 8 Ich würde, wenn ich wüßte, daß ich könnte - 4PS 4:00 9 Das Leben der Anderen - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 5:14 10 Die Sonate vom Guten Menschen - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 1:40 11 Wie ein Stern - Frank Schöbel 6:20 12 IM “Martha” - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 4:23 13 Rock’n Roll im Stadtpark - Pankow3:24 14 Stell dich mitten in den Regen - Bayon 5:17 15 Gesichter der Liebe - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 3:32 16 Georg Dreyman, der Dichter - Gabriel Yared and Stéphane Moucha 1:28 17 Es gibt Momente - Hansi Biebl 5:06 18 Albatros - Karat 8:12 19 Tausend Augen - Silly 4:32 |
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Music composed by Gabriel Yared and Stéphane Moucha, feat: Songs by Ludwig Petrwosky, Angelika Mann, 4PS, Frank Schöbel, Pankow, Bayon, Hansi Biebl, Karat, Silly |